Nur einen Atemzug, einen Kuss entfernt


Bestellbar hier im sonderpunkt Verlag


Christoph Aschenbrenner über sein Buch:

"Am Anfang willst du nur weg. Wohin ist eigentlich egal, nur weg von dem, was dich bedrückt und einengt. Mit der Zeit erkennst du aber, du brauchst auch ein Ziel - um irgendwo, irgendwann anzukommen. Und dazu brauchst du nicht mal so weit zu gehen, oft ist es nur einen Atemzug, einen Kuss entfernt."

In seiner Rezension schreibt Thomas Lawall:

"Der Autor formuliert sehr kurz, aber dennoch sehr präzise. Sämtliche Ecken und Kanten sowie allen unnötigen Ballast feilt er weg, denn klangloses Gewäsch gibt es mehr wie Sand am Meer. Mozarts Papageno ist ein Vogelfänger, Christoph Aschenbrenner fängt Worte.
Es sind wahre Prachtexemplare und sie dienen ihm dazu, Sekundenbruchteile des Lebens festzuhalten, individuelle und nicht wiederholbare Gedanken, die vielleicht für immer verloren wären. Seine Figuren stehen mitten im Leben, aber sie sind nicht von Bedeutung. Aus poetischem Blickwinkel jedoch sieht die Welt anders aus. Unbedeutend ist da gar nichts, denn alles schwingt und klingt irgendwie."

Gesamte Rezension unter: querblatt.com

Das Buch enthält im ersten Teil fünf kürzere Prosastücke und im zweiten Teil eine Erzählung in fünf Kapiteln.



Christoph Aschenbrenner: Nur einen Atemzug, einen Kuss entfernt
sonderpunkt Verlag, Münster, September 2015
Reihe: Sonderpunkte 61
Taschenbuch, Format A6, 52 Seiten
ISBN 978-3-95407-056-5
Preis: 4,90 €

Deutsche Literatur, Belletristik, erzählende Literatur

In Münster ist das neue Buch wie auch "Ultraviolett - 14 Momentaufnahmen aus unbestimmten Tiefen" und Live! Poet auf der Bühne im
ROSTA Buchladen
Aegidiistr. 12
vorrätig.

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Eintrag in DNB



LESEPROBE aus dem Buch:

Städtestorys: Wie in Danzig

Sie hat seine wahre Handynummer bekommen. Konnte er ihr das abschlagen?
Sie hat Montagabend angerufen. Und Dienstag und heute. Heißt Andrea und ist Apothekenhelferin. Rückt ihm nicht mehr von der Pelle. Er findet es nicht mal lästig. Sie reden viel miteinander. Sie will alles wissen. Stellt Fragen, die ihm nie in den Kopf gekommen wären. Sie werden sich am Samstag wiedersehen.

Donnerstag ruft ihn Moni auf dem Handy an. Sie schimpft, sie bettelt, jammert und droht. Er trennt die Verbindung.
Mutter merkt was. Er schielt dauernd zum Handy, ist stets frisch rasiert und ordentlich angezogen. „Da hat jemand Frühling im Hintern“, sagt sie, „und rot wird er auch noch!“

Endlich Samstag! Andrea und er in der Kneipe. Geld ist knapp. Er saugt sich an einem Bier fest. Er hat noch nie so viel geredet. Geredet und zugehört. Die Frau hat echt was drauf, findet er.
„Gehn wir zu mir?“, fragt sie, „wir müssen ja nicht das Sofa fleckig machen.“
Es ist spät abends. Sie haben sich berührt. Leis und sacht.
„Es ist schön mit dir“, meint sie.
Er hört den letzten Bus in der Straße. Geht in die Küche, um eine zu rauchen. Dort wird er laut: „Es ist Irrsinn zu lieben! Schwachsinn! Man liebt jemanden, der dann fort geht, dich verlässt oder stirbt – und du musst den Rest deines beschissenen Lebens mit dem scheiß Kummer leben!“
[...]