URBANICITY

Wir werden in Städten geboren, leben in Städten und sterben an Städten.
URBANICITY erzählt die Geschichte eines Mannes in mittleren Jahren.
Ein Jahr lang. Es vergeht Zeit, wie sie eben vergeht. Alltag. Ohne Heldentaten.
Jeweils ein Tag, ein Ereignis schildert, in wie vielen Hamsterrädern wir zugleich laufen.
Der Protagonist von URBANICITY betrachtet die Welt mit einem üblen Humor und am Ende fliegt ihm seine eigene Welt um die Ohren.

Kritiken

"Gerade mal 40 Seiten umfasst dieses briefumschlaggroße Buch und umfasst doch ein gesamtes Leben.
13 Miniaturen zeigen den Alltag eines Menschen in teils komischen, teils traurigen, aber immer berührenden Ansichten: Aschenbrenner hält uns den Spiegel vor ohne moralischen Zeigefinger, ohne plumpe Sozialkritik, sondern mit ehrlichem, menschlichem Blick.
Beeindruckt hat mich auch die Sprache: Sie ist schlicht, dennoch eindringlich und gewandt eine große Kunst!
[...] URBANICITY ist stimmig, kunstvoll und doch in keinster Weise überkandidelt oder gewollt. Aschenbrenners Sprache ist klar und stark. Seine aus kleinen Szenen gewebte Geschichte tanzte noch lange nach der Lektüre in meinem Kopf herum."
T. Krüger

"'In freiem Flug den Himmel berühren'. Jetzt ist es passiert. Der Aschenbrenner hebt ab. Könnte man meinen. So wie das immer ist, wenn man liest und denkt, etwas verstanden zu haben. Meistens freut man sich deshalb ebenso früh wie vergeblich, denn der Autor wollte doch mit seinen wohldurchdachten Zeilen etwas ganz anderes ausdrücken."
Thomas Lawall

Interview mit Aschenbrenner

"Man wacht nach 49 Jahren auf und ist auf einmal 50!" - Exklusivinterview zu dem Buch mit dem Autor online auf Alles Münster!


URBANICITY - Das vierte Buch von Christoph Aschenbrenner im sonderpunkt Verlag.
Prosaliteratur, Taschenbuch, 40 Seiten, Greven, 2017
Preis: 4,90 €
ISBN: 978-3-95407-072-5


Buch bestellbar beim sonderpunkt Verlag und
bei Amazon.



Eintrag in DNB


Leseprobe

Urbanicity 6:
Dezember Verhinderte Zugfahrt


[...]
Sie macht zwei Fehler. Erstens bekommt sie nicht mit, dass er noch telefoniert. Und zweitens, sie spricht ihn an. Er deutet auf sein Handy. Sie bleibt stehen und lächelt. Zwei weitere ziemlich schwere Fehler. Mit ihrem Käppi sieht sie ziemlich bescheuert aus.
[...]
Er beendet das Gespräch.
"Wollten Sie mir etwas sagen?" Obwohl er noch auf das Handy schaut, kann er am Rand seines Blickfelds ihr Lächeln sehen.
Sie sagt freundlich: "Wir von der Deutschen Bahn AG möchten uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Ist ja auch schlimm, gerade zur Weihnachtszeit nicht weiterzukommen. Normalerweise müssen Sie in unser Reisebüro, um ein Fahrtkostenerstattungsanspruchsformular auszufüllen, doch wir haben entschieden, dass wir das vereinfachen." Sie zückt eine Art Stempel.
"Wenn ich dann mal Ihre Fahrkarte sehen dürfte?"
Er rührt sich nicht. Nachdem er die Zeit bis zum Äußersten gedehnt hat, dreht er langsam den Kopf in ihre Richtung. Er zieht eine Augenbraue hoch. Nicht jeder kann das, ihm ist das angeboren.
Sein Blick fixiert sie. Man kann spüren, wie sie ihren Fluchtinstinkt unterdrückt.
"Wir haben in den 60ern und 70ern Menschen zum Mond und zurück fliegen lassen. Und zwar mit der Computerkapazität von nur einem Taschenrechner, und zwar einem aus meiner Schulzeit! [...]"